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Konfusion

Es fällt mir schwer, alles in Worte zu fassen, was mir durch den Kopf geht. Es ist so viel zugleich, zu viel, um je alles niederschreiben zu können.

Schon den ganzen Tag habe ich Kopfschmerzen. Ich fühle mich, als würde alles jeden Moment bersten, teils habe ich heute nur noch verschwommen gesehen. Nun muss ich aufpassen, dass ich nicht beginne, zu übertreiben. Ich tu das schliesslich für niemanden ausser für mich selbst - oder?

Ich hätte noch so viel zu tun. Englischlektüre weiterlesen und kommentieren, Hausaufgaben auf morgen hab ich auch nicht gemacht. Muss aber morgen zur Schule, damit ich abends ans Konzert kann. Ich bin froh, dass bald Ostern sind, dann kann ich mir vielleicht mal ein paar Gedanken zur Maturarbeit machen, klare Gedanken, versteht sich. Im Moment ist alles nur verschwommen, wie im Nebel, und ich kann nicht danach greifen.
Ich habe mir heute zwei Bücher aus der Altstadtbuchhandlung geholt. No Exit von Daniel Grey Marshall und Brave New World von Aldous Huxley. Letzteres ist auf englisch. Ich finde, ich muss wieder anfangen, zu lesen, auch neben der Schule. Bisher war meine Ausrede immer, dass ich in der Schule schon so viel lese. Aber so vergeht mir langsam die Freude daran. Ich brauche wieder einen Ansporn, die Worte in meinen Kopf und sich entfalten zu lassen. Dann kommt vielleicht auch wieder mehr die Lust auf Schreiben, besonders Roleplay. Und wenn nicht... Muss ich das wohl wirklich aufgeben. Ich weiss nicht genau, was ich tun werde. Das weiss ich allgemein nicht, aber... Ja, was aber?

Ich merke gerade, wie schwer es mir fällt, mich zu öffnen, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu schreiben. Oft packe ich einen kleinen Schwindel dazu, um das Erzählte auszuschmücken oder spannender zu machen. Ich weiss nicht, warum ich das tue, es passiert einfach. Und manchmal bastle ich mir im Kopf zuerst den Satz zusammen, den ich hier hinein schreibe, will ihn besonders wirken lassen, will, dass man Mitleid mit mir hat? "Nun muss ich, bevor die Kopfschmerzen wieder schlimmer werden, an Englisch sitzen, damit ich nicht wieder bis in die Nacht am Schreibtisch sitze. Ich bin so fertig." Das hätte ich jetzt so gerne geschrieben. Und da merke ich, für wen? Wer würde sich auf mich achten? Wer würde mir einen Kommentar ins Blog schreiben und sagen, dass alles wieder besser würde? Die Antwort ist, niemand würde es. Aus meinem Freundeskreis will ich niemanden belasten, möchte keinem meine Gedanken mitteilen. Man fragt mich inzwischen oft, was denn los sei, offenbar schaffe ich es nicht mehr, so zu tun, als ginge es mir gut. Ich sage dann immer, ich wüsste es nicht.
Also schreibe ich einfach alles hierhin, wie in ein Tagebuch, in der kleinen Hoffnung, es würde helfen. Irgendwie ist das so verdammt armselig.

18.3.08 21:20
 


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